Recycling
Recycling wird bei uns groß geschrieben
Die umweltgerechte Entsorgung von Kunststoffprodukten geht alle an. Was ist machbar, was ist bezahlbar, was ist ökologisch geboten? Es gibt keine Patentlösung für alles, was aus PVC gemacht ist. Dazu sind die Produkte zu unterschiedlich in Bezug auf Beschaffenheit, Verwendungszweck und Lebensdauer. Es gilt, das jeweils günstige Konzept zu finden.
Recycling hat Vorrang
In der Theorie ist schon lange klar, dass werkstoffliches Recycling die beste Lösung ist, und zwar als geschlossener Materialkreislauf.
Das bedeutet: Der Werkstoff PVC bleibt erhalten und geht wieder in die Verarbeitung zurück ohne Qualitätsverlust. Für dieses werkstoffliche Recycling sind Fensterprofile beispielhaft. Hier ist aus der Theorie konsequente Praxis geworden, dank günstiger Produkteigenschaften und dank einer gemeinsamen Initiative von Profilherstellern und Profilverarbeitern.

So sieht der HÖFLER-FENSTER PVC-Materialkreislauf aus:
Eigene Produktabschnitte fließen in die laufende Produktion zurück. Die Produktionsverschnitte und PVC-Altfenster von den Profilverarbeitern übernimmt eine Fachfirma für Recycling. Sie recycelt das Material zu Granulat, das wiederum in die Profilproduktion einfließt. So gelangt PVC wieder dorthin, wo es herkommt, nämlich zum Profilhersteller.
Dieser Materialkreislauf ist technisch und organisatorisch gesichert. Sechs namhafte deutsche Profilhersteller haben eine Verwertungsgesellschaft PVC-Altfenster gegründet für die Entsorgung und Wiederaufbereitung ausgebauter PVC-Fenster. Die Gesellschaft hat ihrerseits ein Entsorgungsunternehmen für die logistische Abwicklung unter Vertrag genommen. Somit ist die Rückführung von PVC-Altmaterial flächendeckend gewährleistet.
Das Recycelmaterial wird zum Kern eines neuen Profils und mit neuem PVC beschichtet. Oberfläche und Maßgenauigkeit dieses Profils sind einwandfrei. Darüber wacht die "Gütegemeinschaft Kunststoff-Fensterprofile".
Rohstoffliches Recycling
Die zweitbeste Entsorgungsmethode heißt: PVC nicht als Werkstoff, sondern als Rohstoff wiederverwerten. Dort wird Kunststoff chemisch zerlegt, so dass seine Bausteine neu verbunden werden können. Aus Alt-PVC wird auf diese Weise Salzsäure gewonnen, die in großtechnischen Anlagen wieder der Synthese von PVC dient. Damit können zwei Drittel der Alt-PVC-Menge umgewandelt werden. Mit zusätzlichem Spareffekt: Es entfallen die Energiekosten, die man sonst für die Gewinnung von Salzsäure (Elektrolyse von Steinsalz) aufwenden muss.
Thermische Verwertung
Wenn eine stoffliche Verwertung nicht möglich ist, bleibt die Verbrennung als sinnvolle Entsorgungsmethode. Mit ihr beseitigt man Altprodukte und gewinnt über deren Heizwert einen Teil der Gestehungskosten zurück.
Die Technik der Müllverbrennung hat große Fortschritte zu verzeichnen. Moderne Rauchgasreinigung hält die Emissionen zurück, die anfangs Sorgen gemacht haben.
PVC gehört eigentlich nicht in den Verbrennungsmüll, wenn es auf bessere Art entsorgt werden kann. Es stellt aber andererseits dort kein Problem mehr dar und trägt mit seinem guten Heizwert zur Energieausbeute bei.
Die beste Entsorgung ist gerade gut genug
Aus ökologischer Sicht gibt es eine eindeutige Rangordnung: Abfall vermeiden ist besser als Recycling. Recyceln ist besser als Verbrennen. Verbrennen ist besser als Deponieren.
Was wir brauchen, sind also langlebige Produkte mit hohem Nutzwert, die nach dem Gebrauch vollkommen wiederaufbereitet werden, zum Beispiel Fensterprofile aus PVC.


